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WASCHANLEITUNG

Stoffgewickelt – Waschanleitung – wie wasche ich meine Stoffwindeln?

Einwaschen:
Stoffwindeln sollten 3-5 Mal gewaschen werden, bis sie gut saugen. Nach 10 Mal Waschen erhalten sie ihre volle Saugkraft.
Einlagen aus Polyester, Stoffwindelhüllen und Überhosen braucht man nur 1 Mal einwaschen.

Lagerung:
Lagern Sie die benutzen Stoffwindeln in einem trockenen Windeleimer oder einem Wetbag (kein zusätzliches Wasser) möglichst kühl und für maximal 2 Tage. (keine Hitzequellen)

Einweichen:
Weichen Sie ihre Windeln vor dem Waschen nicht ein. Das führt vor allem bei weichen Fasern, wie der Bambusfaser zu einem starken Aufquellen, was die Fasern sehr verletzlich macht. Beim anschließenden Waschen fallen dann viele Fasern aus – die Windeln werden nach 6-8 Monaten kahl, bzw dünnen stark aus. Auch der feine Bio-Baumwoll Twill wird löchrig.

Waschen:
Schließen Sie bitte den Klett der Stoffwindeln am Wäscheklett (Innenseite).
Füllen Sie die Waschmaschine zu etwa 2/3.
Spülen Sie die Stoffwindeln einmal kalt (Programm „Spülen“). Schleudern sie anschließend, um den Urin abzuscheiden.
Geben Sie anschließend ein Stoffwindel-freundliches Waschmittel dazu (Norwex, Passt) und waschen bei 40°C oder 60°C
Verwenden sie viel Wasser, Spülen , extra waschen…..
Verwenden Sie keinen Weichspüler.
Verwenden Sie keine Waschzusätze.
Keine W-mittel mit Öl, Seife, Enzyme, Chemische Optische Aufheller.
Schleudern Sie hoch, um möglichst viel Wasser auszuschleudern. Die Windeln trocknen dann schneller, es wird ausserdem weniger Kalk abgelagert.
Die Außenhüllen und Überhosen sollten auf der Leine/dem Wäscheständer nicht direkt in der Sonne getrocknet werden.
Auch nicht direkt auf Hitzequellen wie Heizkörper
Nicht im Trockner trockenen.

Welches Waschmittel kann ich verwenden?
Firma Norwex oder Waschkampagne können empfohle werden
Pulverwaschmittel waschen intensiver und effektiver, als Flüssigwaschmittel. Flüssigwaschmittel enthalten ausserdem oft Öle oder kationische Tenside, die die Saugkraft der Windeln reduzieren. Sie sollten nur Waschmittel verwenden, welche frei sind von:
Enzymen
Chlorbleiche
optischen Aufhellern
Seife und Öle
kationische Tenside (haben einen Weichspül-Effekt – häufig in Flüssigwaschmitteln)
Die Dosierung sollte dem Härtegrad des Wassers angepasst werden. Füllen Sie die Waschmaschine nur zu 60%, damit die Windeln sich frei bewegen können und gut gespült werden. Durch die wasserdichte Membrane und die mehrfach übereinandergenähten Stofflagen sind die Windeln für die Waschmaschine schwieriger zu spülen, als herkömmliche Wäsche und brauchen deshalb mehr Platz.

Welche Inhaltsstoffe sollte ich vermeiden?
Enzyme:
sie lösen Flecken, doch reagieren sie auch auf vielfältige Weise mit den Stoffen, Gummis und der Haut. Das Enzym Cellulase (Colorwaschmittel) löst Cellulosefasern, wie Viscose, auf. Das führt zum Kahlwerden der Windeln. Andere Enzyme schädigen die elastischen Abschlüsse oder sind hautreaktiv, besonders eiweißlösende Enzyme.

Konservierungsmittel:
diese reagieren beim Einnässen mit der Haut und können eine Unverträglichkeit zur Folge haben. Viele Konservierungsstoffe sind giftig, erbgutschädigend und hautreizend. Konservierungsmittel finden sich nur in Flüssigwaschmitteln.
Optische Aufheller:
diese lagern sich besonders gerne am wasserdichten Stoff ab, was dazu führt, daß die Windeln auslaufen oder über die Nähte Feuchtigkeit hochziehen.

Chlorbleiche:
ruiniert den wasserdichten Stoff.

Pulverenthärter (Zeolith):
sollte nur nach Vorschrift dosiert werden, wobei immer der Zeolithgehalt des Waschmittels mit einberechnet werden sollte. Überdosierte Wasserenthärter lagern sich in Mikrofasern ab und blockieren deren Funktion.

Seife/ Öle:
bei Stay-Dry und Mikrofasern. Fettrückstände aus der Seife können diese Stoffe wasserabweisend machen, StayDry Membranen leiten die Feuchtigkeit dann nicht mehr durch, sondern stossen diese ab – die Windel läuft aus. Mikrofasern in Saugkernen verkleben und können kein Wasser mehr aufnehmen. Auch in diesem Fall läuft die Windel aus. Auch Pulverwaschmittel kann auf Seifenbasis sein, bitte lesen Sie die Angaben auf der Packung oder fragen Sie den Hersteller, ob das Waschmittel für Funktionsfasern geeignet ist. Leider fettet mittlerweile auch das Ecover Waschmittel auf Polyester zurück. Leider besteht diese Gefahr bei allen Waschmitteln, die aus Pfanzenölen gemacht sind. Planzenöle sind Naturstoffe und damit nicht standardisiert, sodaß die Verseifungszahl niemals 100% angepasst werden kann. Dies führt dann, je nach Charge, zum Erhalt von einigen Prozent Fett im Waschmittel, die dann eben bei Polyester eine wasserabweisende Wirkung auslösen. Deshalb ist es sinnvoll, hin und wieder die Membranen auf Durchlässigkeit zu testen, da sich ein Waschmittel auch von Charge zu Charge verändern kann.

Was kann ich verwenden:
Sauerstoffbleiche-Waschsoda 1kg reine Soda, nachhaltig verpackt
Soda (Waschsoda): ist ein guter Waschkraftverstärker, der stark basisch wirkt. Bitte maxximal 1 Kaffeelöffel pro Maschine. Hochdosierte Sodakuren überalkalisieren die Windeln und führen so zu einem Funktionsverlust der Mikrofaser. In diesem Fall bitte mit einer schwach sauren Lösung (Ulrich Milchsäure Enthärter mit Wasser oder eine schwache Zitronensäurelösung) abpuffern, um die Windeln wieder saugfähig zu machen.
Sauerstoffbleiche/ Fleckensalz: nicht direkt auf die Stoffe auftragen! Ein Messlöffel pro Maschine ins Einspülfach hat aber eine antibakterielle Wirkung und neutralisiert Gerüche (in manchen Vollwaschmitteln bereits enthalten). Achten Sie darauf, welche Temperaturen der jeweilige Hersteller für die Aktivierung des Sauerstoffes angibt. Es gibt Niedrigtemperaturwaschmittel und welche, die ab 60°C wirken. Bitte nicht bei jeder Wäsche verwenden, da Sauerstoffbleiche die Lebensdauer der wasserdichten Stoffe reduziert. Verwenden Sie Sauerstoffbleiche nur nach Bedarf – bei stark verschmutzten Windeln oder bei anhaltend schlechten Gerüchen. Möglichst nicht für PUL verwenden, Überhosen getrennt waschen.

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